Die Vorteile von UV-Lack

Passend zu unseren UV-Farben kommen bei uns spezielle UV-Lacke zum Einsatz, die inline auf die Druckbogen aufgebracht werden. Auch beim UV-Lack sorgen Fotoinitiatoren in Verbindung mit UV-Licht für eine sekundenschnelle Aushärtung. Doch nicht nur in Sachen Trocknungszeit ist ein UV-Lack einem herkömmlichen Lack überlegen, auch die Optik überzeugt: ein Glanzlack glänzt brillanter und ein Mattlack wirkt matter.

Durch unsere neue H-UV-Technik sind Ihre Druckprodukte auch ohne Lack scheuerfester als im herkömmlichen Offsetdruck. Eine Lackierung ist daher häufig nur aus optischen Gründen interessant. Nur bei starker mechanischer Beanspruchung ist ein Schutzlack notwendig.
Das ist umweltfreundlicher, kostengünstiger und es bleibt die ursprüngliche Haptik und Weiße des Papiers erhalten. Gern stellen wir Ihnen Muster zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns darauf an.

 

Effektvolle Kontraste durch Drip-off-Lack

Das Drip-off-Lack-Verfahren ist ein zweistufiges Inline-Veredelungsverfahren, mit dem sich effektvolle Matt-Glanz-Kontraste in der Druckmaschine erzeugen lassen. Unsere H-UV-Offsetdruckmaschine erfüllt mit ihren fünf Druckwerken und dem zusätzlichen Lackwerk in idealer Weise die Anforderungen für dieses beeindruckende Verfahren.

Technischer Hintergrund
Im ersten Arbeitsschritt wird der Bedruckstoff mit vier H-UV-Offsetdruckfarben bedruckt. Im fünften Offsetdruckwerk der Maschine wird ein spezieller Mattlack partiell aufgetragen. Aufgrund der unterschiedlichen Verhältnisse der beiden Oberflächenspannungen zueinander perlt der im Anschluss im Lackwerk über die gesamte Fläche aufgetragene Glanzlack von der Mattlackschicht ab. Dadurch entsteht an diesen Stellen ein Matteffekt. Die restlichen Partien nehmen den hochglänzenden Lack an.

Wirkung
Es lassen sich ausgezeichnete Kontraste zwischen den unterschiedlichen Flächen mit bis zu 70 % Glanzdifferenz erreichen. Außerdem ermöglicht es diese Art der Veredelung, auch kleinste Details wie Schriften oder Linien mit Glanzkontrasten zu versehen.

Einsatzmöglichkeiten
Als Bedruckstoff eignen sich besonders glänzend gestrichene Papiere. Auf diesen kommt der Effekt am besten zur Geltung.

 

Drip-Off-Lack in Ihren Druckdaten

Da der Glanzlack in der Druckmaschine vollflächig aufgetragen wird, müssen Sie diesen in Ihren Druckdaten nicht anlegen. Für den Mattlack hingegen muss eine Lackplatte angelegt werden. Diese enthält alle Flächen, die auf dem fertigen Druckprodukt nicht glänzen sollen.

Wie legen Sie das in Ihren Daten an?

  1. Legen Sie in Ihrer InDesign- oder Illustrator-Datei eine neue Farbe an. Wählen Sie als Farbart bzw. Farbtyp "Vollton" und weisen Sie beispielsweise einen Farbwert von 100 % Cyan zu. Nennen Sie die Farbe "Lack", "Drip-Off" oder ähnliches.
  2. Erstellen Sie ein Vektor-Objekt, das alle mit Mattlack zu versehenden Bereiche der Datei bedeckt. Zur besseren Kontrolle ist es empfehlenswert, hierfür eine separate Ebene zu nutzen.
  3. Weisen Sie diesem Objekt die eben erstellte Vollton-Farbe zu (mit 100 % Deckkraft). Stellen Sie die Lackfläche auf "Überdrucken". Diese Funktion finden Sie im Fenster "Attribute".
  4. Exportieren Sie Ihre Druckdaten wie gewohnt als PDF.

 

Diese Vorgehensweise empfehlen wir für die Erstellung sämtlicher partieller Lackflächen.